Kirchenkonzert
"100 Jahre Musikverein Prinzbach-Schönberg
"

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Fr, 08. April 2011
Veröffentlicht in der gedruckten
Ausgabe der Badischen Zeitung.
von: ulb


Überraschender Auftakt im Jubeljahr
100 Jahre Musikverein Prinzbach-Schönberg: Ein Konzert eröffnete die Veranstaltungsreihe.

PRINZBACH-SCHÖNBERG (ulb). Mit einem überaus gut besuchten Konzert in der katholischen St. Mauritius-Kirche hat der Musikverein Prinzbach-Schönberg den Auftakt gesetzt zu einer Reihe von Veranstaltungen zu seinem 100-jährigen Bestehen. Das Dorf Prinzbach liegt ja ein bisschen versteckt im Tal hinter der Kuppe des Schönbergs. Keineswegs zu verstecken braucht sich jedoch der Musikverein. Anlässlich seines Jubiläums haben sich die Verantwortlichen um Vorsitzenden Bernd Schmieder ein paar besondere musikalische Höhepunkte einfallen lassen.

Der erste davon war nun das Kirchenkonzert, das den Besuchern so manchen Grund zum Staunen bot. Die erste Überraschung war optischer Natur: Trotz des doch recht hohen Alters der Kapelle besteht das zahlenstarke Orchester aus überwiegend jungen Musikerinnen und Musikern, die in ihrer dezent-schmucken Vereinstracht wunderbar mit dem sakralen Konzertort harmonierten.

Überaus positiv überrascht wurde das Publikum aber auch von der Qualität der Darbietungen, die von der ersten bis zur letzten Note auf sehr hohem Niveau angesiedelt waren. Jedes Tirilieren der Piccolo-Flöten saß da ebenso perfekt wie donnernde Paukenschläge, aufwühlendes Beckenrauschen oder leichtes Triangelklingeln. Den wuchtigen Klangkörper bildete das tiefe Blech, während Trompeten, Klarinetten, Flöten und Saxofone mit gekonnt weichem Ansatz die Melodielinien vorgaben. Mit seiner hochkonzentrierten Stabführung sorgte Dirigent Stefan Griesbaum dafür, dass die Bewegungen des Orchesters eine homogene Einheit bildeten.

Gelungener Auftakt in Prinzbach Foto: w. künstle

Die Auswahl der gespielten Stücke war ganz dem Rahmen des Konzerts angepasst: Meist bestimmten majestätisch-getragene Töne in gemessenem Rhythmus das Programm. Das reichte vom allgemein bekannten Eingangsstück, dem "Song of freedom" von Jacob de Haan aus Beethovens 9. Sinfonie, über Antonin Dvoraks "Largo", das durch seinen an- und abschwellende Ausdruck eine prickelnde Spannung erzeugte, bis hin zur Bach-Arie "Bist du bei mir".

Neben den Klassikern wagte sich das Orchester aber auch in moderne Gefilde. So etwa mit Ennio Morricones "Gabriel’s Oboe", bei dem Nicole Schöner mit einem zart geblasenen Klarinetten-Solo überzeugte, oder dem von Stephen Schwartz für Mariah Carey und Whitney Houston komponierten Song "When you believe" aus dem Film "The Prince of Egypt". Ein ganz besonderer Leckerbissen war auch das 1985 von dem Belgier Jan van der Roost komponierte Stück "Rikudim", dessen drei Sätze mit ihren ungewöhnlichen Rhythmen und Tempi das Flair mittelalterlicher Tanzmusiken erstehen ließen.

Begeisterter Schlussapplaus und stehende Ovationen waren der verdiente Lohn für dieses anspruchsvolle Konzert.


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